Faszination Orchideen

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Orchideen-Pflege


Das richtige Wasser zum Gießen

Das Wasser zum Gießen von Orchideen sollte

  1. frisch sein,
  2. Raumtemperatur haben,
  3. möglichst salzarm sein
  4. und wenig Härte enthalten.

Ich verwende am liebsten Regenwasser. Die Eigenschaften sind gut, es ist so gut wie immer verfügbar bzw. lässt sich gut aufbewahren und es kostet nichts ;). Zu beachten ist aber, dass man es erstmal eine Weile Regnen lässt und bevor man dann das Regenwasser auffängt – so ist der Schmutz weggespült und man erhält sauberes Wasser.

Orchideen richtig gießen

Gießkanne

Für Orchideen gilt: Weniger, ist manchmal Mehr!

Von Orchideen hört man oft “Orchideen, die sind doch leicht zu pflegen”, was eigentlich auch stimmt. Doch, leider passiert es allzu häufig, dass man es mit Orchideen etwas zu gut meint… und das verkraften Orchideen gar nicht – Todesursache: ertrinken. Das ist mir bei meiner ersten Orchidee auch passiert ;). Inzwischen weiß ich es besser…

Grundsätzlich, muss man zwischen 2 Phasen unterscheiden. Wächst die Orchidee, braucht sie entsprechend mehr Wasser. Ist dagegen kein sichtbares Wachstum zu sehen, braucht sie etwas weniger Wasser. Im Allgemeinen gilt aber die Regel, dass Orchideen nie ganz austrocknen sollten. Sobald das Substrat angetrocknet ist kann man wieder etwas gießen.

Ich persönlich bevorzuge allerdings die “Tauchmethode“. D.h. einmal in der Woche fülle ich einen Eimer mit Gießwasser und tauche meine Orchideen jeweils 5 Minuten darin. Dann lasse ich sie abtropfen und stelle sie zurück in den Topf.

Orchideen düngen

Wie alle anderen Pflanzen brauchen auch Orchideen gewisse Nährstoffe. Und da diese nicht über normales Wasser zugeführt werden, brauchen Sie entsprechend Dünger. Etwas problematisch ist, dass jede Art von Dünger gewisse Salze enthalten, die früher oder später freigesetzt werden. Da fast alle Orchideen salzempfindlich sind, gilt hier das Prinzip “weniger ist mehr“! Des Weiteren sollten zwischen zwei Düngergaben immer – wenn möglich – mehrere Wassergaben liegen. Dadurch werden die sich bildenden Restsalze ausgespült und es kommt nicht zu Anreicherungen.



Standort Fensterbank

Da unter der Fensterbank oft Heizkörper angebracht sind, werden die Pflanzen im Winter bei schmalen Fenterbänken von der aufsteigenden warmen und trockenen Luft umspült, was ihnen nicht gut tut. Um dies zu verhindern, kann man sie in etwas breitere Schalen stellen (es gibt spezielle Fensterschalen), die mit feuchtem Material gefüllt sind. Alternativ kann man auch ein Streifen Plastik, Pappe oder irgendein anderes Material schräg am Ende der Fensterbank anbringen, so dass die warme Luft etwas umgeleitet wird. Das reicht in der Regel schon vollkommen aus.

Standort Freiland

Die bei einzelnen Arten angegebenen Aufstellzeiten gelten nur dann, wenn die Temperaturen den Angaben in den Anleitungen ebenfalls in etwa entsprechen, was je nach Gegend durchaus unterschiedlich sein kann. Die Standorte sollten vor Wind geschützt und zumindest über Mittag leicht beschattet sein. Pflanzen, die frisch ausgeräumt werden, verbrennen sehr leicht! Nächtlicher Tau ist immer vorteilhaft.

Orchideen Umtopfen

Die beste Zeit zum Umtopfen ist im Frühjahr – das gilt für die meisten Gattungen. Das Umpflanzen sollte spätestens bis September erfolgt sein. Befindet sich die Pflanze allerdings in einem schlechten Zustand, so kann es durchaus nötig sein auch zwischendrin umzutopfen – und das sollte man auch tun um die Orchidee zu erhalten. Das entsprechende Substrat erhält man am besten über einen Gärtner bzw. im Fachhandel.

Wie häufig soll eigentlich umgetopft werden?

Für eine viele der Orchideenarten gibt es keine allgemeine Regel, wie oft man sie Umpflanzen sollte. Als allgemeine Faustregel kann man sich 2-3 Jahre merken. Um es besser einordnen zu können sollte man sich an folgende Kriterien halten:

  • Die Pflanze ist weit über den Topfrand gewachsen.
  • Der Topf begrenzt die Weiterentwicklung der Pflanze.
  • Das Substrat hat sich inzwischen zersetzt und vererdet.
  • Die Pflanze macht einen kranken Eindruck.
  • Die Pflanze wächst immer weiter nach oben und wird unten kahl.

Wenn Du jetzt mehrere dieser Kriterien mit “Ja.” beantwortet hast… ist es höchste Zeit die Sache anzugehen :)!

Und so geht’s

Die ausgetopfte Pflanze vom alten Pflanzstoff befreien und alle vertrockneten oder abgefaulten Wurzeln abschneiden. Die erkennt man an einer papierähnlichen Struktur oder an einer sich zersetzenden und weichen Konsistenz. Die sollten möglichst alle entfernt werden.

Alle, auch die vorher über den Topf gewachsenen Luftwurzeln, kommen jetzt in den neuen Topf. Der sollte größer, aber nicht zu groß, sein. Um für einen guten Wasserabfluss zu sorgen (das ist wichtig weil Orchideen keine Staunässe vertragen), kann man vorher eine Drainageschicht aus Styroporflocken, groben Pflanzstoffteilen oder Tonscherben einfüllen. Zwischen und auf die Wurzeln wird das frische Substrat bis zum Topfrand aufgefüllt. Den Topf dann einige Male leicht aufstoßen, damit setzt sich das Substrat etwas. Zum Schluss noch leicht andrücken und das gröbste ist schon erledigt.

Um zu verhindern, dass die frisch angeschnittenen Wurzeln Faulen oder beschädigt werden, sollte nach dem Umtopfen ca. 5–6 Tage nicht gegossen werden. Damit haben sie Zeit sich zu regenerieren. Auch mit dem Düngen sollte man, aus demselben Grund, erst nach mindestens 4 Wochen beginnen.



Der richtige Topf

Was die Töpfe angeht, bevorzuge ich spezielle Übertöpfe für Orchideen – das ist zugegeben ein bisschen Luxus, da die aus meiner Erfahrung etwas teurer sind. Diese Töpfe haben innen, ca. 2 cm. über dem Boden eine Abstufung so dass der Topf darauf stehen bleibt und überflüssiges Wasser nach unten abfließen kann. So stehen die Orchideen nicht im Nass. Das Wasser sollte alle paar Tage ausgeleert werden. Ersatzweise kann man auch einen herkömmlichen Übertopf verwenden und diesen einfach mit 2-3 cm Kiesel füllen. So kann das Wasser auch abfließen. Man sollte bei dieser Variante aber unbedingt beachten, dass abgeflossenes Wasser aufgrund des Kiesels kaum noch sichtbar ist. Hier können sich gefährliche Wasserreste bilden. Denn es gilt im jedem Falle, Fäulnis aufgrund von überschüssigem Wasser zu vermeiden. Das verkraftet nämlich keine Orchidee.